Mit Rauch- und Brandmeldeanlagen Familie, Kollegen und Inventar schützen

07 Dezember 2018

Die Themen Rauchmelder und Brandschutz sind in diesem – zumindest gefühlten – Jahrhundertsommer leider brandaktuell, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Doch die Gefahr von Bränden besteht ganzjährig. Umso wichtiger ist es für Vermieter und Eigentümer von privaten, aber auch von gewerblichen Objekten, entsprechende Schutzmaßnahmen umzusetzen, um im Ernstfall wertvolles Inventar, vor allem aber Leben zu retten. Den wichtigsten Fragen rund um das Thema Rauch- und Brandmeldeanlagen widmen wir uns in diesem Beitrag.

Heiß diskutiert wurde in den vergangenen Jahren, genauer gesagt seit 2013 vor allem die Rauchmelderpflicht. Während Rauchmelder in den meisten Bundesländern bereits vorgeschrieben sind, läuft die Übergangsfrist zum Einbau in Bestandsbauten in Thüringen erst Ende 2018 aus. Wer also noch immer vom schlechten Gewissen geplagt ist, weil die Rauchmelder zwar gekauft sind, aber noch in ihrer Originalverpackung im Schrank schlummern, der sollte sich vor Augen führen: Die kleinen Geräte sind echte Lebensretter! Sie blinken nicht einfach nur vor sich hin, sondern sind mit feinen Sensoren ausgestattet, die Rauchpartikel in der Luft erkennen. Wichtig sind sie vor allem dann, wenn wir schlafen und vom Feuer überrascht werden – laut Statistik ist das übrigens bei zwei Dritteln der Wohnungsbrandopfer der Fall.

Das Tückische: Unser Geruchssinn legt eine Pause ein, wenn wir schlafen. Breitet sich Rauch in den Wohnräumen aus, reichen bereits zwei bis drei Atemzüge, um in eine tiefe Bewusstlosigkeit zu verfallen, die letztlich zum Tod führt. Auf unsere Nase können wir uns also nicht verlassen, wohl aber auf unser Gehör, denn das schrille Pfeifen oder Piepsen eines Rauchmelders reißt uns förmlich aus dem Schlaf. Auf einen zuverlässigen Schutz müssen aber auch gehörlose Menschen keinesfalls verzichten. So halten wir Systeme bereit, die mit akustischen Signalen oder Vibrationskissen arbeiten.

Rauchmelder in privaten Wohnräumen: 5 Fragen, 5 Antworten

  • Rauchmelder gehören in jedes Schlaf- und Kinderzimmer sowie auf Flure, die als Fluchtwege dienen. In der Küche oder im Bad hingegen lösen sie relativ schnell Fehlalarm aus, denn Rauchmelder können Dampf und Staubpartikel schlecht von Rauchpartikeln unterscheiden.
  • Die ideale Position für Rauchmelder ist mittig an der Decke (!) und in einem Abstand von mindestens 50 cm von der Wand bzw. zu Lampen und Lüftungsauslässen.
  • Eine Wandmontage ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll, etwa aufgrund einer zu geringen Festigkeit der Wand, sollte aber bestenfalls vermieden werden. Auch ist nicht jeder Rauchmelder zur Wandmontage geeignet. Erfragen Sie beim Kauf also besser, ob Sie ein geeignetes Modell gewählt haben.
  • Für den Einbau ist laut § 15 der Landesbauordnung der Vermieter bzw. Eigentümer zuständig. Entsprechend trägt dieser auch die Kosten für das Gerät. Rauchmelder mit fest eingebauter 10-Jahres-Batterie weisen neben dem Herstellungsdatum auch das späteste Austauschdatum aus.
  • Apropos austauschen: Die DIN 14676 schreibt vor, dass Rauchwarnmelder spätestens nach eben diesen 10 Jahren (zuzüglich einer Kulanz von sechs Monaten) ausgetauscht werden müssen, denn die Sensoren haben eine begrenzte Dauer, sodass nur über diesen Zeitraum ein einwandfreies Funktionieren gewährleistet werden kann.

Eine Frage, die uns auch immer wieder erreicht: Muss ein guter Rauchmelder teuer sein? Nein, muss er nicht. Trotzdem sollten Sie beim Kauf beachten, dass die gewählten Rauchmelder das CE-Zeichen tragen. Das bedeutet, dass das Produkt für den Verkauf in Europa zugelassen ist und die Herstellernorm DIN 14604 erfüllt wird. Diese Zertifizierung ist Grundvoraussetzung zur Erfüllung der Rauchmelderpflicht. Auf Nummer Sicher gehen Käufer, die ein Gerät mit Q-Label – was schlichtweg für geprüfte Qualität steht – erwerben. Generell empfiehlt es sich aber, sich vor der Kaufentscheidung professionell beraten lassen oder sich zumindest die Ergebnisse aktuelle Rauchmelder-Tests zu Gemüte führen.

Web-Tipp: Geballte Informationen zum Thema Rauchmelderpflicht, zur Montage und Wartung sowie jede Menge hilfreiche Tipps erhalten Sie auch auf der Internetseite Rauchmeldepflicht.eu.

Brandmeldeanlagen: Unterstützung vom Profi sinnvoll

Die Installation von Brandmeldeanlagen, die in Industrie und Gewerbe in der Regel behördlich vorgeschrieben sind, ist – im Vergleich zur Anbringung einer Handvoll Rauchmelder – aufwändiger und erfordert die Unterstützung zertifizierter Dienstleister, denn es existieren zahlreiche Vorschriften zum Brandschutz. Zu beachten sind Bauverordnungen, aber auch durch Berufsgenossenschaften und Versicherungen definierte, teils branchenspezifische Vorschriften. In Deutschland werden Brandmeldeanlagen in der Regel so geplant, dass sie die Anforderungen der DIN 14675 erfüllen. Allerdings gibt es auch Grauzonen: Bisher ungeregelt war das Thema Brandmeldeanlage beispielsweise im Bereich der Kindergärten, Schulen und kleinen Hotels bis maximal 60 Betten. Mit der DIN VDE 0826-2 schließt die Norm aber auch diese Lücke.  

Vielfältige Funktionen, maßgeschneiderte Systeme

Doch wo genau liegt der Unterschied zwischen Rauchmeldern und Brandmeldeanlagen? Im Prinzip sind Brandmeldeanlagen größere, miteinander vernetzte Rauchmelder mit erweiterten Funktionen. Wird Alarm ausgelöst, zeigt die Anlage beispielsweise den genauen Brandort an oder erstattet der örtlichen Feuerweht direkt Meldung. Weiter können Löschanlagen aktiviert oder Feuerschutztüren geschlossen werden. Außerdem detektieren Brandmeldeanlagen nicht nur eine Rauchentwicklung, sondern können auch Brandkenngrößen wie Kohlenstoffmonoxid oder Wärme erkennen und schnellstmöglich einen Alarm absetzen.

Weil es sich bei diesen Systemen eben nicht um 0/8/15-Produkte handelt, die im Super- oder Baumarkt um die Ecke erhältlich sind, sondern individuell geplant, aufgebaut und gewartet werden müssen, um alle Komponenten optimal aufeinander abzustimmen, sollten Sie sich an einen kompetenten und erfahrenen Partner wenden, der sich diesen Aufgaben annimmt und stets über die aktuellen Vorschriften informiert ist.

Brandmeldesysteme: Was wir für Sie tun können

  • Brandmeldeanlagen für Privat und Gewerbe
  • Beratung und Planung
  • Installation von Brand- und Rauchmeldern
  • Integration in Smart-Home-Systemen
  • Wartung und Service
  • hochwertige Brandmeldetechnik der Marken Hekatron und CEAG